Skibindung richtig einstellen

Die Bedeutung einer korrekt eingestellten Skibindung
Die Faszination Wintersport, das Gefühl von Freiheit und Geschwindigkeit auf frisch präparierten Pisten – all das beginnt mit dem richtigen Equipment. Doch selbst die teuersten Ski und die modernsten Stiefel sind nur so gut wie ihre Verbindung: die Bindung. Eine korrekt eingestellte Skibindungen ist nicht nur entscheidend für Ihre Performance, sondern vor allem für Ihre Sicherheit. Sie ist das primäre Spannsystem, das im Falle eines Sturzes Ihre Ski kontrolliert vom Fuß löst, um Verletzungen an Knie und Unterschenkeln zu vermeiden. Gleichzeitig sorgt sie für eine optimale Kraftübertragung von Ihnen auf den Ski, was präzise Schwünge und ein dynamisches Fahrgefühl ermöglicht. Eine fehlerhafte Einstellung kann fatale Folgen haben, von unnötigen Stürzen bis hin zu schweren Verletzungen. Daher ist es unerlässlich, diesem Aspekt die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Auch die Wahl der passenden Skistiefel spielt hier eine entscheidende Rolle, da sie nahtlos mit der Bindung harmonieren müssen.
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Viele Wintersportler unterschätzen die Komplexität und die Wichtigkeit einer präzisen Einstellung. Dabei ist es ein Prozess, der auf wissenschaftlichen Standards und jahrelanger Erfahrung basiert. Egal ob Sie Anfänger sind oder erfahrener Pistenprofi: Ihre Bindung muss exakt auf Ihre individuellen Werte abgestimmt sein. Dies gewährleistet, dass die Auslösemechanismen im richtigen Moment reagieren – nicht zu früh, um ungewollte Auslösungen zu verhindern, und nicht zu spät, um bei einem Sturz maximale Sicherheit zu bieten. Die regelmäßige Überprüfung und das richtige Skibindung einstellen sind daher essenziell für jeden Skifahrer.
Grundlagen der Skibindungseinstellung: Der Z-Wert
Im Zentrum jeder Bindungseinstellung steht der sogenannte Z-Wert, auch Auslösewert genannt. Dieser Wert bestimmt die Härte, mit der Ihre Bindung im Falle eines Sturzes auslöst. Er wird in DIN-Werten angegeben und ist eine international genormte Größe, die auf der ISO-Norm 11088 basiert. Die korrekte Berechnung dieses Wertes berücksichtigt eine Reihe persönlicher Faktoren, um das optimale Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Performance zu finden.
Faktoren, die den Z-Wert beeinflussen:
- Körpergewicht: Ein höheres Gewicht erfordert in der Regel einen höheren Z-Wert.
- Körpergröße: Auch die Körpergröße fließt in die Berechnung ein.
- Alter: Mit zunehmendem Alter kann die Elastizität der Knochen und Bänder abnehmen, was oft eine Anpassung des Z-Wertes nach unten erforderlich macht.
- Sohlenlänge des Skischuhs: Die genaue Länge der Skischuhsohle ist entscheidend für die korrekte Positionierung im Bindungssystem.
- Fahrkönnen: Dieser Faktor ist subjektiver, aber entscheidend. Erfahrene Skifahrer, die höhere Geschwindigkeiten fahren und aggressiver carven, benötigen oft einen höheren Z-Wert als Anfänger oder Genussfahrer, um ungewollte Auslösungen zu vermeiden. Man unterscheidet hier meist zwischen den Kategorien Anfänger, Fortgeschrittener und Experte.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Z-Wert keine starre Größe ist, sondern eine Empfehlung, die auf statistischen Daten basiert. Eine präzise Einstellung erfordert nicht nur die Kenntnis dieser Faktoren, sondern auch ein Verständnis für die Funktionsweise der Bindung. Während die Grundwerte oft mit Tabellen ermittelt werden können, erfordert die finale Feinjustierung und Überprüfung oft ein spezielles Bindungseinstellgerät, das in Fachgeschäften zum Einsatz kommt. Nur so kann die genormte Auslösekraft exakt geprüft und eingestellt werden.
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Schritt-für-Schritt: Skibindung einstellen für Ihre Sicherheit
Das richtige Skibindung einstellen ist ein präziser Vorgang, der Sorgfalt und Genauigkeit erfordert. Obwohl wir stets eine professionelle Überprüfung empfehlen, können Sie die grundlegenden Schritte, um Ihre Bindung an neue Skischuhe oder Ihre veränderten Körperwerte anzupassen, selbst durchführen. Beachten Sie jedoch, dass dies nur eine grobe Einstellung ist und eine finale Kalibrierung durch einen Fachmann unerlässlich ist.
- 1. Vorbereitung des Skischuhs: Reinigen Sie die Sohlen Ihrer Skistiefel gründlich von Schmutz, Schnee oder Eis. Prüfen Sie die Sohlen auf Beschädigungen oder starken Abrieb, da dies die Auslösefunktion beeinträchtigen kann. Die Sohlen müssen glatt und intakt sein.
- 2. Sohlenlänge anpassen: Die meisten modernen Bindungen verfügen über eine Verstellmechanik, um die Bindung auf die exakte Sohlenlänge Ihres Skischuhs anzupassen. Suchen Sie nach einer Schraube oder einem Hebel am Vorder- oder Hinterbacken der Bindung, oft mit einer Millimeter-Skala versehen. Stellen Sie die Bindung auf die auf Ihrem Skischuh angegebene Sohlenlänge ein. Diese Angabe finden Sie meist an der Ferse oder Seite des Schuhs.
- 3. Skischuh einrasten und Vorspannung prüfen: Setzen Sie Ihren Skischuh in die Bindung ein, zuerst die Spitze in den Vorderbacken, dann die Ferse in den Hinterbacken treten, bis er hörbar einrastet. Prüfen Sie nun die Vorspannung. Am Hinterbacken befindet sich meist ein kleiner Indikator oder eine Schraube, die anzeigt, ob die Vorspannung korrekt ist. Ist dieser Indikator auf dem vorgesehenen Bereich, ist die Vorspannung in Ordnung. Ist er zu weit außen oder innen, muss die Bindungslänge noch einmal leicht korrigiert werden.
- 4. Z-Wert am Vorder- und Hinterbacken einstellen: Am Vorder- und Hinterbacken Ihrer Bindung finden Sie jeweils eine Skala mit Zahlen (dem Z-Wert) und eine Einstellschraube. Stellen Sie beide Schrauben auf den zuvor ermittelten Z-Wert ein. Verwenden Sie hierfür einen passenden Schraubendreher. Achten Sie darauf, dass der Wert an Vorder- und Hinterbacken identisch ist.
- 5. Funktion der Skibremse prüfen: Stellen Sie sicher, dass die Skibremse beim Einrasten des Schuhs vollständig einfährt und beim Auslösen der Bindung zuverlässig ausklappt, um den Ski zu stoppen. Überprüfen Sie die Leichtgängigkeit der Bremsarme.
- 6. Erster Funktionstest (ohne Ski am Fuß): Lösen Sie den Skischuh mehrmals bewusst aus der Bindung, um die Mechanik zu testen. Treten Sie dazu vorsichtig seitlich aus der Bindung oder heben Sie die Ferse kräftig an. Achten Sie auf ein gleichmäßiges Auslöseverhalten. Diese Prüfung ersetzt jedoch keine maschinelle Prüfung der Auslösewerte.
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Für die Montage der Bindung auf dem Ski selbst, insbesondere bei neuen Bindungen, ist oft ein Drehmomentschlüssel Ski erforderlich, um die Schrauben mit dem exakten Anzugsmoment festzuziehen. Dies ist entscheidend, um die Ski nicht zu beschädigen und die Bindung sicher zu befestigen.
Regelmäßige Wartung der Skibindung: Langlebigkeit und Funktion
Neben der korrekten Einstellung ist die regelmäßige Pflege und Wartung Ihrer Bindung entscheidend, um ihre Funktionsfähigkeit und Sicherheit über Jahre hinweg zu gewährleisten. Eine gut gepflegte Bindung ist eine zuverlässige Bindung.
Was Sie bei der Wartung beachten sollten:
- Sichtprüfung: Überprüfen Sie Ihre Bindungen vor und nach jeder Skisaison auf sichtbare Beschädigungen, Risse im Kunststoff, verbogene Metallteile oder lose Komponenten. Auch die Skibremse sollte auf Beschädigungen und Funktion geprüft werden.
- Reinigung: Entfernen Sie nach jedem Skitag Schnee, Eis und Schmutz von den Bindungen. Besonders die Gleitplatten und Auslösemechanismen müssen sauber sein, damit sie reibungslos funktionieren. Verwenden Sie dazu warmes Wasser und ein Tuch, vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel.
- Schrauben prüfen: Überprüfen Sie regelmäßig, ob alle Befestigungsschrauben fest sitzen. Achten Sie darauf, sie nicht zu überdrehen. Bei Bedarf können Sie spezielle Skibindungsschrauben nachziehen lassen oder ersetzen.
- Lagerung: Wenn Sie Ihre Ski über den Sommer einlagern, empfiehlt es sich, die Federn der Bindung zu entlasten. Das bedeutet, den Z-Wert auf die niedrigste Stufe einzustellen, um die Federn zu schonen. Vergessen Sie nicht, die Bindung vor der nächsten Saison wieder auf den korrekten Z-Wert einzustellen.
Eine sorgfältige Skibindung warten verlängert nicht nur die Lebensdauer Ihrer Ausrüstung, sondern stellt auch sicher, dass die Auslösemechanismen im Ernstfall optimal funktionieren.
Wann Sie eine professionelle Überprüfung in Anspruch nehmen sollten
Trotz aller Sorgfalt und Kenntnis gibt es Situationen, in denen eine professionelle Überprüfung und Einstellung Ihrer Bindung durch einen Fachmann unerlässlich ist. Die Werkstätten verfügen über kalibrierte Prüfgeräte, die die Auslösewerte exakt messen und einstellen können – eine Präzision, die zu Hause nicht erreicht werden kann.
Gründe für den Gang zum Fachmann:
- Neuanschaffung von Ski oder Bindung: Neue Bindungen müssen immer von einem Fachmann auf den Ski montiert und präzise eingestellt werden.
- Nach einem schweren Sturz: Auch wenn äußerlich keine Schäden sichtbar sind, können die internen Mechanismen der Bindung beeinträchtigt sein. Eine Überprüfung ist hier dringend angeraten.
- Nach längerer Lagerung: Materialermüdung oder Verharzung können die Funktion beeinträchtigen. Eine Kontrolle vor Saisonbeginn ist ratsam.
- Veränderung des Fahrkönnens: Wenn Sie sich deutlich in Ihrem Fahrstil oder Ihrer Technik weiterentwickelt haben, sollte der Z-Wert angepasst werden.
- Körperliche Veränderungen: Deutliche Gewichtsänderungen oder der Wechsel zu neuen Skistiefel erfordern eine Neuanpassung der Bindung.
- Unsicherheit: Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Bindung korrekt eingestellt ist, suchen Sie immer einen Fachmann auf. Ihre Sicherheit hat oberste Priorität.
Eine professionelle Werkstatt kann nicht nur die Bindung exakt einstellen, sondern auch die Skibremse, die Gleitplatten und alle beweglichen Teile überprüfen und gegebenenfalls warten oder austauschen.
Fazit: Sicher auf der Piste dank optimaler Skibindung
Die Skibindung ist weit mehr als nur eine Verbindung zwischen Schuh und Ski; sie ist ein komplexes Sicherheitssystem, das im entscheidenden Moment über Ihre Gesundheit mitentscheidet. Das korrekte Skibindung einstellen und eine regelmäßige Skibindung warten sind daher keine optionalen Aufgaben, sondern eine Notwendigkeit für jeden, der die Pisten sicher und mit Freude genießen möchte. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Bindung sorgfältig zu überprüfen, oder vertrauen Sie auf die Expertise eines Fachmanns. Investieren Sie in Ihre Sicherheit – es ist die beste Voraussetzung für unvergessliche Tage im Schnee.
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Häufig gestellte Fragen
Warum ist die korrekte Einstellung der Skibindung so wichtig?
Die korrekte Einstellung Ihrer Skibindung ist von entscheidender Bedeutung für Ihre Sicherheit und Ihr Skivergnügen auf der Piste. Eine falsch eingestellte Bindung kann schwerwiegende Folgen haben, von unnötigen Stürzen bis hin zu schweren Verletzungen. Das primäre Ziel der Skibindung ist es, Ihren Skischuh sicher mit dem Ski zu verbinden und ihn im Falle eines Sturzes zuverlässig freizugeben. Ist die Bindung zu fest eingestellt, löst sie möglicherweise nicht, wenn sie es sollte, was zu Verdrehungen und Knochenbrüchen führen kann. Ist sie hingegen zu locker, kann sie sich ungewollt lösen, selbst bei geringen Belastungen, was ebenfalls zu Stürzen führt. Abgesehen von der Sicherheit beeinflusst die richtige Einstellung auch Ihre Fahrperformance. Eine optimal eingestellte Bindung sorgt für eine direkte Kraftübertragung auf den Ski und ermöglicht präzise Steuerung und Kontrolle. Sie gibt Ihnen das Vertrauen, das Sie brauchen, um Ihre Technik zu verbessern und die Piste in vollen Zügen zu genießen. Nehmen Sie die Einstellung Ihrer Bindung daher niemals auf die leichte Schulter.
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Welche Faktoren beeinflussen die Einstellung der Skibindung?
Die Einstellung Ihrer Skibindung wird von mehreren individuellen Faktoren bestimmt, die alle in die Berechnung der sogenannten DIN-Zahl einfließen. Diese Zahl ist der Referenzwert für die Auslösehärte Ihrer Bindung. Zu den wichtigsten Faktoren gehören:
- Ihr Körpergewicht: Schwerere Personen benötigen in der Regel eine höhere DIN-Zahl als leichtere.
- Ihre Körpergröße: Auch die Körpergröße spielt eine Rolle, da sie in Kombination mit dem Gewicht das Verhältnis von Hebelwirkung und Belastung beeinflusst.
- Ihr Alter: Für Kinder und ältere Skifahrer werden oft niedrigere DIN-Werte empfohlen, da ihre Knochen und Gelenke anfälliger für Verletzungen sein können.
- Ihr Fahrkönnen: Anfänger und Genussskifahrer profitieren von einer Bindung, die leichter auslöst, während fortgeschrittene und aggressive Skifahrer eine höhere Einstellung benötigen, um ungewolltes Auslösen bei hoher Geschwindigkeit oder starker Belastung zu verhindern.
- Die Sohlenlänge Ihrer Skischuhe: Die Länge der Sohle Ihrer Skischuhe ist entscheidend für die korrekte Montage und die Einstellung der Vorwärtsanpresskraft.
Alle diese Informationen werden verwendet, um die optimale DIN-Zahl zu ermitteln, die sowohl Ihre Sicherheit als auch Ihre Performance gewährleistet.
Kann ich meine Skibindung selbst einstellen?
Grundsätzlich ist es nicht ratsam, die Grundeinstellung Ihrer Skibindung, insbesondere die DIN-Zahl, selbst vorzunehmen, es sei denn, Sie verfügen über umfassendes Fachwissen und die entsprechenden Messgeräte. Die korrekte Einstellung erfordert präzise Berechnungen und spezielle Prüfgeräte, die sicherstellen, dass die Bindung im Notfall auch wirklich auslöst. Eine fehlerhafte Einstellung kann, wie bereits erwähnt, schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben.
Was Sie jedoch selbst überprüfen können, sind grundlegende Funktionen und der Zustand Ihrer Bindung. Dazu gehört die Sichtprüfung auf Beschädigungen, die Überprüfung des korrekten Sitzes Ihrer Skischuhe in der Bindung und die Kontrolle der Vorwärtsanpresskraft (siehe FAQ 5). Für die Montage der Bindung auf dem Ski und das Festziehen der Skibindungsschrauben ist ein Drehmomentschlüssel unerlässlich, um das richtige Anzugsmoment sicherzustellen und Beschädigungen am Ski oder der Bindung zu vermeiden. Für die eigentliche Einstellung der Auslösewerte sollten Sie jedoch immer einen zertifizierten Fachhändler oder Skiservice aufsuchen.
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Was ist die DIN-Zahl und wie wird sie berechnet?
Die DIN-Zahl, auch Auslösewert genannt, ist ein international genormter Wert, der die Härte beschreibt, mit der Ihre Skibindung im Falle eines Sturzes auslöst. Sie ist das Herzstück jeder Skibindungseinstellung und entscheidend für Ihre Sicherheit. Die Berechnung der DIN-Zahl erfolgt nach der ISO-Norm 11088 und berücksichtigt eine Reihe Ihrer persönlichen Daten, um einen möglichst präzisen und auf Sie zugeschnittenen Wert zu gewährleisten.
Die wichtigsten Faktoren, die in die Berechnung einfließen, sind:
- Körpergewicht und Körpergröße: Diese bilden die Basis für die Ermittlung Ihrer physischen Masse.
- Alter: Das Alter wird zur Anpassung an die Knochenfestigkeit und die allgemeine Belastbarkeit herangezogen.
- Sohlenlänge des Skischuhs: Die Länge der Skischuhsohle ist ein direkter Faktor für die Hebelwirkung und die Position in der Bindung.
- Fahrkönnen: Dieser Faktor wird in der Regel in Kategorien von Anfänger bis Experte eingeteilt und berücksichtigt Ihr Risikoprofil und die auf die Bindung wirkenden Kräfte.
Ein Fachmann verwendet eine spezielle Tabelle oder Software, um aus diesen Daten die exakte DIN-Zahl zu ermitteln und Ihre Bindung entsprechend einzustellen. Dies stellt sicher, dass die Bindung im richtigen Moment auslöst und Sie vor unnötigen Verletzungen schützt.
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Wie überprüfe ich die Vorwärtsanpresskraft meiner Skibindung?
Die Vorwärtsanpresskraft ist ein entscheidender Mechanismus Ihrer Skibindung, der sicherstellt, dass Ihr Skischuh fest in der Bindung sitzt, aber dennoch im Falle eines Sturzes korrekt freigegeben wird. Sie beeinflusst die Rückstellkräfte der Bindung und ist wichtig für eine präzise Kraftübertragung und die Auslösefunktion.
Die Überprüfung ist relativ einfach:
- Setzen Sie Ihren Skischuh in die Bindung ein und rasten Sie ihn vollständig ein.
- Schauen Sie sich den Fersenautomat (den hinteren Teil der Bindung) an. Die meisten modernen Bindungen verfügen über eine kleine Anzeige oder einen Spalt, der die korrekte Vorwärtsanpresskraft signalisiert.
- Bei vielen Bindungen sollte ein kleiner Spalt (oft 0,5 mm bis 1 mm) sichtbar sein oder ein Indikator auf einer Skala in einem bestimmten Bereich liegen. Dieser Spalt oder Indikator zeigt an, dass der Fersenautomat unter der richtigen Spannung steht.
- Ist der Spalt zu groß oder der Indikator außerhalb des empfohlenen Bereichs, ist die Vorwärtsanpresskraft nicht korrekt. Dies kann bedeuten, dass die Bindung zu locker sitzt und sich zu früh löst oder zu fest ist und nicht richtig auslöst.
In diesem Fall muss die Bindung von einem Fachmann nachjustiert werden. Eine korrekte Vorwärtsanpresskraft ist ebenso wichtig wie die DIN-Einstellung für Ihre Sicherheit.
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Wie oft sollte ich meine Skibindung überprüfen lassen?
Um Ihre Sicherheit auf der Piste zu gewährleisten und die optimale Funktion Ihrer Skibindung zu erhalten, sollten Sie diese regelmäßig überprüfen lassen. Hier sind die wichtigsten Richtlinien:
- Mindestens einmal pro Saison: Bevor Sie in die neue Skisaison starten, ist ein kompletter Bindungscheck bei einem zertifizierten Fachhändler oder Skiservice unerlässlich. Hierbei werden die DIN-Werte überprüft und gegebenenfalls neu eingestellt, die Vorwärtsanpresskraft kontrolliert und die mechanischen Funktionen der Bindung getestet.
- Nach einem Sturz: Insbesondere nach einem heftigen Sturz, bei dem die Bindung ausgelöst hat, sollten Sie diese umgehend überprüfen lassen. Auch wenn keine sichtbaren Schäden vorhanden sind, können interne Komponenten beeinträchtigt sein, die die Auslösefunktion beeinflussen.
- Bei Materialwechsel: Wenn Sie neue Skischuhe gekauft haben, müssen die Bindungen unbedingt an die neue Sohlenlänge und die Sohlenform angepasst werden. Auch bei neuen Skiern ist eine Anpassung und Einstellung notwendig.
- Bei Veränderungen Ihrer Daten: Wenn sich Ihr Gewicht, Ihr Alter oder Ihr Fahrkönnen signifikant ändern, sollte die DIN-Zahl neu berechnet und die Bindung entsprechend angepasst werden.
Diese regelmäßigen Kontrollen tragen maßgeblich zu Ihrer Sicherheit bei und verlängern die Lebensdauer Ihrer Ausrüstung.
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Welche Rolle spielen die Skibindungsschrauben bei der Sicherheit?
Die Skibindungsschrauben sind die primäre Verbindung zwischen Ihrer Skibindung und dem Ski. Ihre korrekte Montage und das richtige Anzugsmoment sind von grundlegender Bedeutung für die Stabilität und Sicherheit der gesamten Skiausrüstung.
Eine nicht ausreichend festgezogene Schraube kann dazu führen, dass sich die Bindung lockert und die Kraftübertragung auf den Ski beeinträchtigt wird. Im schlimmsten Fall kann sich die Bindung während der Fahrt vollständig lösen, was einen sofortigen Kontrollverlust und einen gefährlichen Sturz zur Folge hätte. Umgekehrt können zu fest angezogene Schrauben den Ski oder die Bindung beschädigen, die Materialintegrität beeinträchtigen und ebenfalls zu einem Sicherheitsrisiko werden.
Daher ist es unerlässlich, dass die Montage der Bindung und das Anziehen der Schrauben mit dem vom Hersteller vorgegebenen Drehmoment erfolgen. Hierfür wird ein Drehmomentschlüssel verwendet. Dieses Spezialwerkzeug stellt sicher, dass jede Schraube exakt mit der richtigen Kraft angezogen wird, um sowohl eine sichere Verbindung als auch die Unversehrtheit des Materials zu gewährleisten. Vertrauen Sie diese Aufgabe immer einem Fachmann an.
Was sind die häufigsten Fehler beim Einstellen der Skibindung?
Beim Einstellen der Skibindung können verschiedene Fehler unterlaufen, die Ihre Sicherheit und Ihr Fahrvergnügen erheblich beeinträchtigen. Die häufigsten Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten, sind:
- Falsche DIN-Zahl: Dies ist der kritischste Fehler. Eine zu hohe DIN-Zahl verhindert das Auslösen der Bindung im Sturzfall, was zu schweren Verletzungen führen kann. Eine zu niedrige Zahl führt zu ungewolltem Auslösen, was ebenfalls Stürze verursacht. Verlassen Sie sich hier immer auf die Berechnung durch einen Fachmann.
- Ignorieren der Sohlenlänge: Die korrekte Einstellung der Bindung erfordert die genaue Kenntnis der Sohlenlänge Ihrer Skischuhe. Eine falsche Einstellung der Länge führt zu einer inkorrekten Vorwärtsanpresskraft.
- Vernachlässigung der Vorwärtsanpresskraft: Viele Laien konzentrieren sich nur auf die DIN-Zahl und vergessen die Überprüfung der Vorwärtsanpresskraft am Fersenautomat. Dies ist jedoch ebenso wichtig für die korrekte Funktion.
- Selbstexperimente ohne Fachwissen: Ohne die nötigen Kenntnisse und Werkzeuge (wie z.B. einen Drehmomentschlüssel für die Montage der Skibindungsschrauben) an der Bindung herumzuschrauben, ist extrem gefährlich.
- Alte Bindungen nicht überprüfen lassen: Auch wenn eine Bindung seit Jahren gut funktioniert, können Materialermüdung und Verschleiß die Auslösewerte beeinflussen. Eine jährliche Überprüfung ist unerlässlich.
Um diese Fehler zu vermeiden, ist es immer am besten, die Einstellung Ihrer Skibindung einem zertifizierten Skiservice zu überlassen.